• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Home > BIO > My Bands > Twice In

Twice In

E-Mail Drucken PDF

Ja und richtig los gings 1966,

als mich ein Schulkamerad (der Karl Hoffmann aus Waibstadt - spielte auf dem Piano die Rhapsody in Blue von Gershwin, heute immer noch Gitarre in einer Band), fragte, ob ich einen kennen würde, der seine Gitarre kaufen würde? Nachdem ich ihn auf 10.- (Mack!) herunter handelte, war ich der Käufer und legte sogleich auch deftig los. Das war ne schöne schwarze Fullbody-Western Gitarre.

Doch die entlockten Töne waren grauenhaft und ausser 2 Griffen brachte ich nichts hin und die Gitarre fast zurück.

Kurze Zeit später fragte mich ein anderer Klassenkamerad, ob ich Interesse hätte in seiner Band als „Sologitarrist“ ein zu steigen, was ich sofort annahm. Da stellte sich aber schnell heraus , dass der Rythmusgitarrist und der Bassist so gut waren, dass die mir das Spielen bei brachten.

Was mich rettete war, dass ich damals schon gut und spezielle das Lied „Revenge“ von den Kinks auf der Harp spielen konnte. – Der Siggi Fischer aus Sinsheim brachte mir dann mein erstes Liedle „House of the rising sun“ bei.

Während die Jungs und Mädels sich im Freibad sonnten, waren wir im Proberaum und mittags vor der Glotze wegen dem Beatclub. Lang lebe die Mutter und die Tante vom Norbert, das war schon ein Hauch von „Arsen und Spitzenhäubchen" (Norbert das ist lieb gemeint). - Dort im Keller haben wir auch unsere ersten eigenen Plakte selbst gemalt und zum trocknen aufgehängt; vielleich werde ich in meinem unendlichen Fundus, daher der Name, noch fündig und werde,  was ich finde  einstellen.

Am Anfang spielten wir alle !!! zusammen über einen undefinierbaren Würfel-Amp, der dann auch bald seinen Geist in einer Rauchwolke aufgab, nicht ohne vorher den  wohl ersten Verzerrer-Sound der Rock-Geschichte zu produzieren. Ansonsten waren Omotrommeln und Röhrenradios angesagt?! Den Radios haben wir später noch ein Tonbandgerät vorgeschaltet, was die ersten "You really got me" Sounds entstehen liess.

Ach ja, aber hallo -  die Besetzung:

Norbert Kapferer Schlagzeug

Christian Franke Röhre

Walter Rohr Bass

Ulli Enz Rhythm Guitar

– Der erste Auftritt war dann nach einer Probe im Keller und bei den Mädels kam der Beat und wir auch gut an. Der erste öffentliche Gig war dann beim Geissbockverein in Steinsfurt und da hat unser Langer so gewirkt (wir haben uns alle hinter ihm versteckt), dass den Dörflern Sehen und vor allem HÖREN verging; so wie wir halt zu dieser Zeit generell gesehen wurden.

Nach einem halben Jahr hat sich dann ein Spitzengitarrist aus Heidelberg bei der Band angeboten und ich war draussen (das einzige Mal in my carrier) , musste eh zum Bund.

Nach 3 Wochen Bundeswehr wo ich mich nur halbtot lachte und entsprechend Ausgangssperre uvm mehr bekam, hatte ich dann meinen folgenschweren Unfall mit Verlust des rechten Augenlichts und war so an dunkle Räume gebunden.

Das spornte mich an und mit meiner Gitarre verscheuchte ich die Zeit und blöde Gedanken. Ich spielte nach einem halben Jahr  so ziemlich alle Hendrix (The Wind cries Mary)  und Cream (Clapton) Stücke original nach und bot mich nun meinerseits wieder meiner alten Band „Twice In“ an, die nach einem Vergleichspiel mit dem anderen nun diesen expedierte und ich war von dem Zeitpunkt an mit ein Gradmesser für Gitarristen im nordbadischen Raum.

Die Band formierte sich dann im Jahre 1968 wie folgt um:

Wolfgang Schmidt – Wolfi b

Klaus Koschabeck – Koscha v,flute

Mike Köppen dr

Norbert Kapferer, nach MK dr

Mambl +++ rg

Mit dieser Besetzung hatten wir in Sinsheim und Eppingen tolle Auftritte, da fuhren wir noch mit dem VW-Pritschenwagen (offen) nach Eppingen, oben drauf der Koscha mit seinem berühmten – Yeah everybody !

Ich wohnte zu der BEAT-Time im kleinen Nebengebäude vom Goggo und Lollo Ihrer elterlichen Fabrik (Sinsheim).

Da haben mir nette weibliche Fans die Abende mit Hausmacher-Büchsenwurst, Bauernbrot und Liebe verschönt!! - merci noch vielmol - es war nur scheeeeeee !!!

Unsere PA VOX (Gesangsanlage hiess das zu jener Zeit) holten wir Dank Mr. Wurster in Heidelberg per Bahn ab, natürlich mit entsprechender Vorfeier und Gegröle. -Mein alter grosser Kumpel moint deas war e Echolette, aber Vox hert sich halt allemol besser o!

(PS Ich habe inzwischen wieder 2 VOX AC 30, davon einer ein Super Reverb Twin - nur geil)

Wir spielten eine Mischung vom alten Programm und Soul, hatten so ziemlich die ersten GoGo-Girls in Germany und dem Doddl seine Mutter drehte mir im Schwanen die Sicherung raus, die mir dann fast durchbrannte; was später aus dieser Beziehung wurde ist Kraichgau-Kult geworden.

Mir waren leider so oberdoof , dass wir alles genossen, aber nichts dokumentierten !

Ein kleines geiles Tape habe ich ausgeliehen un der Kerle aus Walldorf kehrt heit noch totgschlage, dass ers nimme zrick gewwe hat.

 

 

 

 

Wer ist online?

Wir haben 67 Gäste online